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Leichtigkeit

Tuschezeichnung mit getrockneten Blüten des Glockenbuschs
Tuschezeichnung mit getrockneten Blüten des Glockenbuschs

Immer wieder zeichne ich zu getrockneten Blumen und Blättern: Ich schiebe die Pflanzenteile über das Papier, lasse sie auf mich wirken, bis sich eine oder auch mehrere Figuren in ihrer Umgebung zeigen. Diese Wesen fange ich mit Feder und Tusche ein, mache sie sichtbar.

Ich mag die Idee, daß alles eine Seele hat. Diese Serie nenne ich Sommernostalgie. Begonnen damit hatte ich vor ungefähr neun Jahren, als mir ein (mittlerweile verstorbener) Künstlerbrieffreund aus Kalifornien Pflanzen in einem Skizzenbuch schickte. Ich fixierte diese genauso auf den Seiten, wie ich sie beim Durchblättern des ansonsten leeren Büchleins vorfand und zeichnete dann dazu. Einmal schickte mir jemand Bougainvillea aus Afrika. Heute sind es häufig Blumen aus dem Garten meiner Eltern, bereits liebevoll von meiner Mama getrocknet, aber auch selbstgesammlte Pflänzchen woher auch immer. Manchmal bringt mir jemand getrocknete Blumen im Atelier vorbei und lässt mich dazu zeichnen. Et voilà...